[Rezension] The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter



»Als ich das Tagebuch aufschlug, fand ich die Rasierklinge, die ich vor so langer Zeit zwischen die Seiten gelegt hatte.« In Rebeccas Internat beginnt ein neues Schuljahr. Zunächst scheint alles wie immer zu sein, doch dann geschehen verstörende Dinge. Der Hund einer Lehrerin wird enthauptet aufgefunden. Eine Schülerin stürzt vom Dach in den Tod. Realität und Phantasie verschwimmen, und eine furchtbare Wahrheit kommt ans Licht – steht sie in Rebeccas Tagebuch?


"Meine Mutter setzte mich um zwei ab."


Dieses Buch steht schon ein bisschen länger in meinem Bücherregal und ich wusste nie wirklich, was ich davon halten soll. Ich habe es als Mängelexemplar gekauft und der Klappentext hörte sich ganz interessant an.
Da ich für die Summerbookchallenge ein Buch lesen soll, welches im Internat oder im Sommercamp spielt, fiel die Wahl auf diese Geschichte, eigentlich aus dem Grund, dass es das einzige Buch war, dass zu der Aufgabe passte, obwohl es nicht wirklich ein Sommerbuch ist.
Vielleicht hätte ich es auch lieber im Herbst oder Winter lesen sollen, denn die Stimmung darin ist sehr düster und gedrückt.

Das ganze Buch ist in Form eines Tagebuchs geschrieben. Einem Tagebuch, dass unsere Protagonistin Rebecca über ihre Erlebnisse im Internat schreibt.
Dieses Schuljahr ist eine neue Schülerin dazu gekommen, die sich ziemlich von allen anderen abschottet und die scheinbar eine Sonderstellung auf der Schule zu genießen scheint.
Als es zu einer Reihe merkwürdiger Vorfälle kommt, die sich in dem Tod einer Schülerin zuspitzen, ist Rebecca die einzige, die Zweifel an der neuen Mitschülerin hegt ...

Ich fand die Charaktere der Geschichte leider sehr anstrengend, denn obwohl die Mädchen alle um die sechzehn, siebzehn sein sollten, kamen sie mir doch sehr jung und naiv vor.
Außer den Themen Drogen, Jungs und Make-Up schienen sie sich für wenig zu interessieren, was beim lesen etwas genervt hat.
Auch die Protagonistin Rebecca fand ich teilweise sehr anstrengend, da sie eine ziemlich depressive und melancholische Person ist und oft alles schwärzer darstellt, als es vermutlich ist.

Da die ganzen Geschichte in Form eines Tagebuches geschrieben ist, viel es mir schwer, mich in die Geschichte fallen zu lassen, da sich das Buch wie ein Tatsachenbericht gelesen hat. Ich konnte nur schwer mit den Personen mitfühlen oder nachvollziehen, was in manchen Menschen vorging.
Rebecca schrieb am Anfang des Tagebuches selbst, dass sie eine Art Bericht verfassen will, damit sie in einigen Jahren genau nachlesen kann, was mit sechzehn in ihrem Leben passiert ist.
Fand ich sehr schade, denn die Idee der Geschichte ist nicht schlecht. Nur an der Umsetzung ist es meiner Meinung nach leider gescheitert.
Mich hat im ganzen Buch nur eine Szene wirklich gepackt, etwa ab der Hälfte des Buches. Ab da habe ich mir Hoffnungen gemacht, dass die Geschichte mehr an Tiefe gewinnt, spannender wird, doch leider ist dieser Moment schnell wieder verflogen.
Am Ende habe ich die Seiten nur noch quergelesen, da ich wissen wollte, wie es ausgeht, aber wirklich Spaß hatte ich an der Geschichte nicht.

Trotz allem gebe ich dem Buch drei von fünf Sternen, da ich die Idee dahinter sehr interessant finde und es auch einige gute Denkanstöße darin gegeben hat, die einen wirklich zum nachdenken bewegt haben.

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