[Rezension] Vergiss den Sommer nicht | Morgan Matson


Morgan Matson | Vergiss den Sommer nicht | cbj | Seiten: 475 | Neupreis: 7,99€ | ISBN: 978-3-570-40181-1

Ein letzter Sommer, der ewig währen sollte ...
Immer wenn es brenzlig wird, hat Taylor genau eine Lösung: Sie rennt weg. Doch jetzt ist es die Zeit, die ihr davonläuft. Ihr Vater hat nur noch wenige Wochen zu leben und einen Wunsch: Diesen letzten gemeinsamen Sommer soll die Familie in Lake Phoenix verbringen - so wie früher. Taylor liebt den funkelnden See mit seinen duftenden Wäldern, den Abenden am Strand ... doch vor 5 Jahren, hat sie dort nicht nur ihre beste Freundin, sondern auch ihre erste Liebe enttäuscht. Nun versucht Taylor, all das wiedergutzumachen - und diesen Sommer festzuhalten, die letzten Tage mit ihrem Dad, die unwiederbringlich schwinden ...


"Vorsichtig öffnete ich meine Zimmertür und spähte hinaus in den Flur."


Auch dieses Buch habe ich für die Summerbook-Challenge gelesen, da ich ein Buch mit sommerlichem Cover lesen sollte.
Und das Cover von "Vergiss den Sommer nicht" weckt bei mir gleich Urlaubsstimmung mit dem Sonnenuntergang über dem Steg am Wasser ...

Die Protagonistin Taylor Edwards ist 17 Jahre alt und hat eigentlich überhaupt keine Lust auf den gemeinsamen Sommerurlaub am See, denn ihr Vater ist krank und sie weis, dass es der letzte Sommer sein wird, den sie zusammen erleben werden.
Doch dieser Sommer bietet ihr auch eine neue Chance, alles wieder gutzumachen, was sie damals, vor fünf Jahren, ihrer besten Freundin und ihrer ersten großen Liebe angetan hat.
Denn ab jetzt kann sie nicht mehr weglaufen, wenn es schwierig wird.
Und dieser Sommer hält für Taylor mehr bereit, als sie für möglich gehalten hätte ...

Das Buch hat mir sehr sehr gut gefallen. Zu Beginn hat es sich wie eine locker leichte Lektüre gelesen, die einen sofort in Sommerstimmung versetzt hat und einen nach Lake Phoenix entführte, einen Badesee mitten in den Bergen von Pennsylvania.
Der Ort hatte in der Geschichte einen ganz eigenen Zauber; dieses kleine Dorf am See, abgeschottet von den großen Städten, wo jeder jeden kennt und wo jede Familie ein Sommerhaus besitzt, in dem sie Jahr für Jahr die Sommermonate verbringt.
Und obwohl Taylor mit ihrer Familie seit fünf Jahren nicht mehr dort gewesen war und sie das Haus in der Zwischenzeit vermietet hatten, hat sich nichts dort verändert.
Alles war wie früher und jeder fühlte sich zurückversetzt in die Zeit vor fünf Jahren, als noch alles gut war.
Im Laufe der Geschichte erfahren wir immer mehr aus Taylors Vergangenheit, über ihre ersten Versuche in Sachen Beziehung, über die wunderbare Freundschaft zu ihrer Nachbarin Lucy und über all die unvergesslichen Momente, die sie dort erlebt hat. Außerdem begleiten wir sie dabei, all die Probleme zu lösen und sich den Dingen zu stellen, vor denen sie damals davongelaufen ist.

Obwohl dieses Buch sehr leicht anfängt, entwickelt es sich nach und nach zu einer immer tiefgründigereren Geschichte, die uns zeigt, dass es nie zu spät ist, um Dinge geradezurücken, Konflikte zu begraben und neue Schritte zu wagen.

Wir erleben, wie wichtig Familie ist und das man eine Freundschaft nie einfach aufgeben sollte, dass beste Freunde immer wieder zueinander finden und dass man die große Liebe auch schon mit zwölf Jahren finden kann.

Eigentlich wollte ich diesem Buch vier von fünf Sternen geben, weil es mir zwar sehr gut gefallen hat, aber mir der Moment zuerst fehlte, wo ich wirklich von der Geschichte gepackt wurde.
Am Ende des Buches hat mich die Geschichte allerdings so sehr mitgenommen, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu heulen, weil es so traurig und gleichzeitig auch so wunderschön war.
Und wenn ein Buch es schafft, dass ich es weglegen muss, weil ich vor lauter Tränen die Buchstaben nicht mehr sehen konnte, hat es sich die fünf Sterne mehr als verdient.







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