[Rezension] Shining Girls | Lauren Beukes


Lauren Beukes | Shining Girls | Rowohlt | Seiten: 393 | Neupreis: 14,99€ | ISBN: 978-3-499-26700-0

Ein Mörder aus der Vergangenheit.
Das Mädchen, das ihm entkam.
Eine Jagd, die längst vorbei ist. Und doch erst beginnt.
Chicago zur Zeit der Großen Depression. Harper Curtis lebt auf der Straße. Er ist kaltblütig, hochgefährlich, von Wahnvorstellungen getrieben. Seit er die strahlend schöne Tänzerin Jeanette sah, träumt er von seinen «Shining Girls». Er will nur eines: ihr Licht für immer auslöschen. Eines Tages fällt ihm der Schlüssel zu einem alten Haus in die Hände - ein Portal. Von nun an reist Harper durch die Zeit, um zu töten. Niemand kann ihn stoppen, keiner vermag die Spuren zu deuten, die er am Tatort hinterlässt. Dinge, die noch nicht oder nicht mehr existieren. Doch dann überlebt eines von Harpers Opfern. Der jungen Kirby gelingt es, die unmöglichen Puzzleteile zusammenzusetzen. Und sie beginnt, den Killer durch die Zeit zu jagen.



"Er umklammerte das orangefarbene Plastikpony in der Tasche seines Jacketts."


Bei diesem Buch hat mich der Klappentext schon komplett überzeugt und ich musste dieses Buch einfach lesen. Die Geschichte hörte sich sehr spannend an, obwohl Thriller sonst eigentlich nicht so meins sind.
Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht.
Unsere Geschichte spielt in der Zeit zwischen 1929 und 1993 und wir begleiten abwechselnd die verschiedenen Hauptpersonen, vom Mörder Harper, über die verschiedenen Mädchen, die ihm zum Opfer fallen, bis hin zu Kirby, der einzigen, die Harpers Angriffe überlebt hat.
Und eben dieses Mädchen ist es, die beginnt, Harper zu jagen, ohne zu wissen, dass dieser durch die Zeit reisen kann.

Wenn man beginnt, das Buch zu lesen, muss man sich erst an den Schreibstil der Autorin gewöhnen, denn immer wieder wird zwischen fast schon poetischen Beschreibungen und ziemlich derben, bald vulgären Ausdrücken gewechselt.
Sobald man aber einmal in der Geschichte drin ist, liest es sich flüssig und man legt das Buch nicht mehr so schnell zur Seite, unter anderem dadurch, dass die Erzählperspektiven so schnell wechseln und sich viele unterschiedliche Einzelschicksale in den Storyverlauf einbringen.
Zwar haben wir unsere beiden Hauptpersonen Harper und Kirby, allerdings bekommen wir auch immer wieder Einblicke in andere Personen. Neben den Mädchen, die von Harper ermordet werden, erleben wir Teile der Story auch aus Sicht eines Journalisten oder beispielsweise eines drogenabhängigen Obdachlosen.

Durch diese schnellen Wechsel springen wir auch in der Zeit immer wieder hin und her und es werden uns beim Lesen immer wieder Puzzlestücke vor die Füße geworfen, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter zu einem Gesamtbild zusammenfügen. So erfahren wir zum Beispiel in Kapitel 11, warum es zu einem Ereignis kommt, das in Kapitel 3 beschrieben wurde.

Das dieses Buch keinen zeitlich chronologischen Zusammenhang hat und wir immer wieder sogar Jahrzehnte vor und zurück springen, macht es für mich zu einem wirklich besonderen Buch, dass ich in der Form noch nicht gelesen habe.

Daher gebe ich auch drei von fünf Sternen für "Shining Girls"



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