[Rezension] Girl online | Zoe Sugg


Unter dem Namen Girl Online schreibt die 15-jährige Penny einen Blog über die täglichen Dramen in der Schule. Über Jungs, über ihre verrückte Familie – und über die Panikattacken, die sie seit einiger Zeit immer wieder bekommt. Außer ihrem besten Freund Elliot weiß niemand, wer die Autorin dieses Blogs ist, dessen Fangemeinde immer größer wird. Im wirklichen Leben sinkt Pennys Fangemeinde dagegen nach einem megapeinlichen Auftritt in der Schule weit unter Null. Da kommt ein Auftrag der Eltern in New York gerade recht. Penny darf mitkommen und trifft den hinreißenden Noah, der Gitarre spielt und in den sie sich sofort verliebt. Die beiden verbringen Weihnachten und ein unvergessliches Silvester zusammen. Doch erst als sie wieder nach Hause kommt, erfährt Penny, dass Noah ihr nicht alles erzählt hat …

"Hello, World!"


"Girl online" wurde eine Zeit lang ja wirklich gehypet, vor allem auf Youtube. Was wohl nicht zuletzt mit der Autorin Zoe Sugg, alias Zoella, zusammenhängt.
Ich bin auf den Zug mit aufgesprungen und habe das Buch ebenfalls, mit etwas Verspätung wie ich zugeben muss, gelesen, um zu sehen, ob es wirklich so gut ist.

Ich hatte eigentlich keine allzu hohen Erwartungen an dieses Buch und habe es als nette Lektüre für zwischendurch gelesen. Und dafür war es wirklich gut.

Es geht hier um die 15-jährige Penny; eine sehr schüchterne und tollpatschige Person, die von einem Fettnäpfchen ins andere stolpert. Sie hat kein großes Selbstvertrauen und fühlt sich ständig in den Schatten ihrer Freundin Megan gestellt, deren Leben scheinbar perfekt ist.

Aber Penny hat ein Geheimnis, von dem nur sie und ihr bester Freund Elliot wissen:
Sie steckt hinter dem immer bekannter werdenden Blog "Girl online", in dem sie über ihre Gefühle und Probleme schreibt.

Als ihre Eltern geschäftlich nach New York reisen, ist auch Penny mit von der Partie und in der Millionenstadt lernt sie Noah kennen. Einen süßen, geheimnisvollen Musiker.

Die beiden verlieben sich ineinander und Penny schreibt in ihrem Blog über ihre erste große Liebe.
Natürlich anonym. Die Liebesgeschichte zwischen "Girl online" und "Brooklyn Boy".

Doch irgendwann fliegt ihre Tarnung auf und Penny muss feststellen, dass auch Noah ein großes Geheimnis hat ...

Ich fand das Buch wirklich ganz süß für zwischendurch, obwohl die Geschichte vor Klischees und Kitsch nur so trieft.
Aber ab und zu braucht man mal diese Überdosis an Zucker, oder nicht?

Alles in diesem Buch wurde so überspitzt und vorhersehbar dargestellt, dass es schon wieder gut war. Natürlich hält dieses Buch keine großen Überraschungen bereit, da wir schon von Anfang an wissen, was uns erwartet und mit welchem Ende wir rechnen müssen.
Allerdings hat es mich doch ganz gut unterhalten und ich konnte die knapp 400 Seiten sehr schnell durchlesen.

Ich finde, man merkt man beim Lesen wirklich sehr, dass die Autorin selber Youtuberin ist und in dieser ganzen Bloggerwelt drinsteckt.
Ich fand es sehr schön dargestellt, wie diese ganze Onlinewelt funktioniert (z.B. die Situation, dass Penny einen neuen Post verfasst und dann auf die Kommentare ihrer Leser wartet) und dass die Leute gerne das glauben, was ihnen vor die Füße geworfen wird, meistens ohne das Ganze zu hinterfragen und auch oft verletzende Kommentare schreiben, ohne daran zu denken, dass sie damit wirklich einen Menschen treffen können, der hinter einem Nickname verborgen ist.

Am Ende hat mich das Buch wirklich noch überrascht, mit einer Nachricht, die es uns mit auf den Weg gegeben hat.


"Also, wenn ihr das nächste Mal eine Kommentar oder ein Update postet oder einen Link teilt, fragt euch: Trägt das dazu bei, dass diese Welt glücklicher ist?"
(Girl online - Seite 399)


Ich finde, diesen Satz sollten wir uns alle zu Herzen nehmen und uns auch diese Frage stellen, bevor wir etwas über andere ins Internet setzen. Egal um wen oder was es dabei geht.

Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch nicht schlecht fand und mich gut unterhalten gefühlt habe. Allerdings hatte es auch nicht die Tiefe, die andere Bücher haben und war eben wirklich mehr die Lektüre für Zwischendurch.
Daher gebe ich drei von fünf Sternen für "Girl online".








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