[Rezension] Selection - Die Krone | Kiera Cass

Kiera Cass | Sauerländer | 325 Seiten | 16,99€ |ISBN: 978-3-7373-5421-9

Band 5 einer Reihe, Spoiler im Klappentext möglich!
Als das Casting begann, war Eadlyn wild entschlossen, sich nicht zu verlieben und keinen der Bewerber an sich heranzulassen. Doch nun muss sie sich eingestehen, dass einige von ihnen doch Eindruck bei ihr hinterlassen haben: Henri, der charmante Lockenkopf, und sein bester Freund Erik. Der aufmerksame und rücksichtsvolle Hale. Der selbstsichere und attraktive Ean. Und natürlich Kile, Eadlyns Lieblingsfeind aus Sandkastenzeiten, der sie zu ihrem Ärger immer wieder aus der Reserve lockt.Sie alle haben es geschafft, einen Platz in Eadlyns Welt zu erobern. Aber wird es auch jemand in das Herz der Prinzessin schaffen?


Ah ja, das "Selection"-Finale...
Ich habe die ersten drei Bücher ja wirklich geliebt und liebe sie immer noch und das nicht nur wegen den umwerfend schönen Covern, sondern auch wegen dem wirklich tollen Inhalt. 
Eigentlich war diese Reihe für mich nach dem dritten Band abgeschlossen und es bedurfte keiner weiteren Bände..Deswegen sehe ich Teil vier und fünf auch nicht mehr als Teil der ursprünglichen "Selection"-Trilogie an, denn von dieser haben sie wirklich nicht viel abbekommen..
Teil vier habe ich ja bereits rezensiert, dazu lasse ich euch natürlich den Link gleich hier>>
Jetzt gibt es dann auch die Rezension zum Abschluss der Reihe:

Ich bin mit wenigen Erwartungen an dieses Buch heran gegangen, weil mich der vierte Teil schon ziemlich genervt hat und ich mit der Protagonistin Eadlyn nicht wirklich klar kam.
Das ging in diesem Teil leider weiter..zwar nicht ganz so schlimm wie im vierten Band, da Eadlyn hier schon eine Spur weniger arrogant und nervig war, aber trotzdem habe ich mir regelmäßig wegen ihrem Verhalten an den Kopf gepackt.
Schon alleine ein Satz aus diesem Buch (der auch in Band vier immer wieder eine Rolle spielte) ging mir wahnsinnig auf die Nerven und unterstütze mein Bild von Eadlyn (das sie sich für etwas wesentlich besseres hält als ihre Mitmenschen) nur noch:
Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie man nach so einem Motto leben kann und das ihre Eltern sie in dieser Annahme auch noch unterstützen..Kein Wunder das Eadlyn einfach unglaublich arrogant, selbstverliebt, unnahbar, egoistisch und unsympathisch rüber kommt..
Es gab in dieser Geschichte immer wieder Situationen, die dieses Bild nur noch unterstützt haben. 
Immer wieder hat sie sich beschwert, dass das Volk gegen sie ist, sie zu unnahbar und volksfern findet um wirklich eine gute Königin abzugeben, andererseits hat sie aber nicht das geringste unternommen um daran etwas zu ändern. Sie klagte immer wieder darüber, dass sie nur falsche Entscheidungen trifft, denkt aber nicht einen Moment vorher darüber nach, was sie als nächstes tut und wird dann von ihren Mitmenschen und Beratern noch dafür gelobt, dass sie auf jeden Fall das richtige tut. 
Mir fehlte einfach komplett die toughe, junge Frau, die sich von niemanden etwas vorsagen lässt, so wie America es war. Eadlyn kam mir die ganze Zeit hoffnungslos überfordert mit sämtlichen Situationen vor und versank deswegen in purem Selbstmitleid. 
Zum großen Glück für die Geschichte änderte sich ihr Verhalten gegen Ende des Buches und im Laufe weniger Kapitel wurde sie endlich zu der Frau, die ich die ganze Zeit über erwartet habe. Sie nahm die Dinge selbst in die Hand, traf die richtigen Entscheidungen und kam endlich aus ihrer Komfortzone heraus. Sie nahm eine komplett neue Denkweise an und wurde endlich richtig menschlich und liebenswürdig. Und ab da hat sie mich auch wirklich an America erinnert, wie sie in den ersten drei Bänden war.
Nur wirklich schade, dass das erst auf den letzten 70-100 Seiten der Fall war...

Ein weiterer Punkt, den ich sehr schade finde, sind die anderen Figuren im Buch. Natürlich kommen auch hier all die Personen vor, die wir auch aus den ersten drei Bänden kennen. Nur leider kamen mir alle sehr weit weg vor, wenig lebensecht und nur noch ein Schatten von den Personen, die sie einst gewesen sind. Viele von ihnen hatte ich sehr ins Herz geschlossen, aber auf ein Wiedersehen konnte ich hier vergeblich hoffen..


Alles in allem bin ich vor allem froh, die Reihe jetzt abgeschlossen zu haben. Ich bin zwar immer noch der Meinung, dass die beiden letzten Teile wirklich unnötig waren, da der dritte Teil ein so schönes Ende hatte, mit dem man so toll hätte leben können, dass der vierte und fünfte Band das ein wenig kaputt gemacht haben..

Die ursprüngliche Trilogie wird bei mir immer einen Platz im Herzen haben und ich werde sie bestimmt irgendwann noch einmal lesen, aber die beiden letzten Bände haben bei mir emotional leider keinen Eindruck hinterlassen. Es gibt sie eben und ich habe sie gelesen und ich werde sie auch nicht weggeben, eben weil sie doch irgendwie dazu gehören, aber wirklich an ihnen hängen oder etwas aus ihnen mitnehmen tue ich nicht...

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